Endgültig! KEINE KASTRATIONSVERORDNUNG FÜR KARLSRUHE!!

Jahrelang geht unser Kampf bereits um die Kastrations-und Kennzeichnungsverordnung hier in Karlsruhe. Verloren!!!
Hunderte Gemeinden in Deutschland haben sie bereits, ganze Länder wie Österreich auch. Der erste Weg über die Polizeiverordnung ging bis zum Verwaltungsgericht. Knapp aber verloren haben wir vor Gericht. Damals sollte eine gesetzliche Grundlage her damit eine Verordnung möglich wird.

Dann kam eine Änderung im Tierschutzgesetz, welche den Weg öffnen könnte. Eine neue Hoffnung!

Abb.1: Tiga, mind. 16 Jahre alt. Eine von weit über 100 Katzen die in diesem Revier kastriert wurden. Mindestens 5. Generation im Freien geboren, verwildert. Hier leben viele alte Katzen. Wie man sieht sieht Tiga gut aus, auch heute noch. Nur via Wildkamera zu sehen.

Zwei Bedingungen müssen sein um eine Verordnung in Karlsruhe über das Tierschutzgesetz einzuführen. Hierzu wurden Gutachten in unseren Bereichen mit unseren Strassenkatzen durchgeführt. Ergebnis: unsere Strassenkatzen sind (selbstverständlich) kastriert, versorgt und in alten Revieren auch alt. Bedingung 1 für das Gesetz: die Katzen müssen in einem katastrophalen Zustand sein, sich wild vermehrend, sterbend sein.
Die Bestandstiere sehen natürlich nicht so aus, schließlich wird in Karlsruhe seit 30 (!) Jahren intensiv kastriert, unsere Pia Stumpf hat dafür den Landestierschutzpreis erhalten.

Zweiter Versuch: wir haben eine Vortrag vor dem Veterinäramt gehalten. Es ging über einen Bestand in einem sehr großen Gebiet und wie es aussehen würde wenn wir nicht gewesen wären. 2000-2014. Aber realistisch! Mit Literaturzitaten, wissenschaftlichen Hochrechnungen inklusive Abwanderungsraten… 5000 Katzen wären jetzt dort und in weiteren Gebieten, 6000 in dieser Zeit im Elend gestorben!

Aber jetzt kommt der Haken: Der Bestand muss nicht nur schlimm aussehen wie oben erwähnt. Selbst wenn sich ein neues Revier eröffnet bei dem die Tiere so schlimm aussehen… der Verein hat für Karlsruhe bewiesen, dass wir mit Kastrationen ganze Populationen in den Griff bekommen und zwar nachhaltig und tiergerecht. Das Gesetz sagt: wenn andere Maßnahmen nicht greifen, dann wäre es möglich eine Verordnung durchzusetzen.

Fazit: unsere jahrzehntelange Arbeit verhindert, dass wir über diesen Weg je eine Kastraverordnung über das aktuelle Tierschutzgesetz bekommen. Zuckerbrot und Peitsche. Ein Lob und die größte Enttäuschung für unsere Arbeit. Wir müssen weiter das Leid bekämpfen statt an der Wurzel das Leid verhindern zu können.

Frust, Enttäuschung, Tränen.

Luft holen, wir geben nicht auf… Wir werden weiterhin für unseren Strassies da sein, bei Wind und Wetter!

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