53 Katzen kämpfen im Wald ums Überleben…

…und es ist immer noch kein Ende abzusehen! Per 17.Februar 2010 waren es sage und schreibe 53!!! Katzen, die wir im Mörscher Wald (Rheinstetten) eingefangen haben – in wochenlangen Nacht- und Nebelaktionen (nur nachts lassen sich wild lebende Katzen einfangen), bei Schnee, Wind und Eis – unter nicht zu unterschätzenden Gefahren für uns selbst – bis zur völligen Erschöpfung im Morgengrauen.

Die Katzen wurden über Jahre von zwei alkoholkranken, wohnsitzlosen Männern im Wald „gehalten“. Mit der Zeit verwildern die Katzen und sind auf sich gestellt. Dazu kommt, dass sie ausschließlich in einem Alter von unter 6 Monaten bis 2 Jahren sind und durch die Kälte, den Hunger und der Jagdsaison könnten die Tiere nur 1 Jahr überleben.

  • Woher haben diese beiden Männer die Tiere?
  • Wer hat ihnen diese Katzen leichtfertig überlassen?
  • Oder fehlen einige dieser Katzen irgendwo, weil sie womöglich entwendet wurden?

Aufmerksam gemacht hatte uns ein tierlieber Spaziergänger mit Hund. Die zuständige Gemeindeverwaltung, der Revierförster und die Polizei wurden von uns informiert.

Wir mussten alle Tiere kastrieren und sie medizinisch versorgen lassen. Sie werden nun bei uns aufgepäppelt und angezähmt – was mit einem immensen Zeitaufwand verbunden ist. Unsere Tierschutzstation in Knielingen (Pia Stumpf) ist durch den grauenhaften Notfall völlig belegt, und es können bis auf unabsehbare Zeit keine Katzen mehr aufgenommen werden, was für eine Tierschutzorganisation der absolute Super-Gau ist!

Wir suchen HÄNDERINGEND liebe Menschen, die einer oder zwei dieser Katzen ein gutes Zuhause geben würden.

Letztendlich ist auch dieser schlimme Fall wiederum eine Folge der bei uns fehlenden Polizeiverordnung zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht frei lebender Katzen ( in der Stadt Paderborn gibt es diese bereits – Karlsruhe prüft derzeit juristisch deren Einführung – die Stadt Düsseldorf ist zur Stunde mit der Umsetzung befasst).

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