Stellungnahme: “Streuner mit Zuhause werden nicht kastriert”

Wir möchten Stellung nehmen zu dem am 16.01.2014 erschienen BNN-Artikel „Streuner mit Zuhause werden nicht kastriert“.

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Quelle: Badische Neueste Nachrichten, 16.01.2014

Dieser Artikel hat uns deshalb sehr enttäuscht, weil Herr Bürgermeister Wolfram Jäger sowohl mit fachlich nicht nachvollziehbaren Argumenten und Aussagen bezüglich der Zusammenarbeit mit dem KatzenschutzVerein, die nicht den Tatsachen entsprechen, ein falsches Bild der Situation abgibt. Dieses Bild erzeugt beim Leser den Eindruck, das kein Bedarf für eine Kastrationsverordnung besteht.
Lesen Sie dazu den Leserbrief von Sabine Jäger und Katrin Sütterlin.

Ein Auszug aus dem Leserbrief von Sabine Jäger (BNN, 29.01.2014):
[…] Herr Jäger stellt es so dar, als ob die Stadt Karlsruhe die treibende Kraft wäre für Kastrationsmaßnahmen herrenloser Katzen, durch seine Behauptung: „als nächster Schritt werden die herrenlosen Katzen eingefangen und kastriert, was wir im Übrigen gemeinsam mit dem Katzenschutzverein und dem Tierheim schon länger tun“. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch, denn der Katzenschutzverein engagiert sich aus eigener Initiative, z.B. aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung bzw. Betroffenen und hat sowohl finanziell, als auch personell alles allein zu bewältigen. Bei Problemen mit uneinsichtigen Katzenhalter stehen wir dann auch noch ohne Rechtsgrundlage und ohne unterstützende Behörde da und müssen dem Treiben chronischer Katzenvermehrer leider hilflos zusehen. Dadurch wird unser Engagement ad absurdum geführt. […] –>Leserbrief lesenEin Auszug aus dem Leserbrief von Katrin Sütterlin (BNN, 08.02.2014)
Auf der Webseite der Stadt ist zu lesen, dass Wolfram Jäger „die „Spaziergänge durch die abwechslungsreiche Karlsruher Kulturlandschaft“ genießt. Wäre er dabei im südlichen Europa unterwegs, würden ihm bei dieser Freizeitbeschäftigung sicher rudelweise Katzen folgen und ihn um Futter anbetteln. Man kennt diese Bilder aus dem Urlaub, aus dem Fernsehen. Aber doch nicht hier! Dass dies in Karlsruhe so nicht der Fall ist, ist nur dem aufopferungsvollen Handeln von Dutzenden Ehrenamtlichen zu verdanken. Ohne deren Zeit und Hingabe hätten wir eben diese südeuropäischen Zustände. Denn wenn man sein Tier nicht kastriert, und es läuft draußen herum, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich mit einem anderen, ebenfalls unkastrierten Tier paart. Das liegt in der Natur der Tiere. Und davor soll die Kastrationsverordnung schützen.[…] –>Leserbrief lesen

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