Bauernhofkatzen – die andere Sicht aufs ländliche Idyll

Das Elend unkastrierter Landkatzen wird durch ständige Vermehrung gesteigert: je größer die Katzenanzahl auf einem Hof, desto schlechter sieht es meist mit der Versorgung aus. Eine Katze, die sich nur mühsam durch ein paar gelegentliche Mäuse und etwas Milch (wenn überhaupt, denn die klassischen Milchhöfe gibt es kaum noch) ernähren kann, wird allzu leicht Opfer hochansteckender Krankheiten.

Ole und Oskar stehen für viele Katzen, die auf einem Hof im Landkreis Bruchsal leben. Dem Hofbesitzer wuchs alles über den Kopf und so wandte er sich glücklicherweise an uns. Die Jungkatzen hatten alle Schnupfen und zum Teil starke Augenentzündungen. Inzwischen sind die Muttertiere kastriert, gesund gepflegt und durften wieder zurück. Sie werden dort gefüttert und haben einen trockenen warmen Unterschlupf.

Katzen, die ohne Menschenkontakt aufwachsen, so wie viele dieser Hofkatzen, sind sehr scheu und daher nicht vermittelbar. Als Reviertiere haben sie nicht das Bewusstsein, dass es ihnen woanders besser geht. Sie leben im Hier und Jetzt und vermissen sehr stark ihre vertraute Umgebung. Sie sind panisch und gehen die glatten Wände hoch, sobald ein Mensch den Raum betritt – für uns ein Zeichen, dass sie sehr gestresst sind und ihnen ihre Freiheit über alles geht. Es ist also nicht herz- oder verantwortungslos, wenn wir sehr scheue Katzen, in ihr bisheriges Umfeld (sofern dies möglich ist) zurückbringen. Um die sichere Versorgung zu gewährleisten, kümmern wir uns um Futterlieferungen oder richten eine betreute Futterstelle ein, selbstverständlich nachdem die Katzen, kastriert, gekennzeichnet und tierärztlich behandelt wurden.

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