Tiersammlerin ohne Einsicht …

Ein egoistischer und krankhafter Besitzanspruch dem Tier gegenüber, war die Motivation einer Frau, die in ihrem Haus im Elsass über Jahrzehnte Katzen aufgenommen hat. Nach außen galt sie als Wohltäterin – in Spitzenzeiten waren es über 50 Katzen – in Wirklichkeit sammelte sie diese, wie andere Pokale. Sie ließ Gehege bauen,darin vegetierten die Katzen ohne Freiheit und Würde, unfähig ihrem Gefängnis zu entkommen, in viel zu kleinen Gehegen, ohne Schutz auf morastigem Boden, meist in „Einzelhaft“, im Bestreben sie vor der „Außenwelt zu „schützen“. Wir ersparen Ihnen die schlimmen Bilder der Vergangenheit.

Sie war unbeirrbar und sich offensichtlich völlig darüber im Klaren, dass kein elsässisches Veterinäramt eingreift. Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass in Europa die Ansichten über Tierhaltung weit auseinander gehen: eine dreckige Futterschüssel mit aufgeweichtem Trockenfutter, eventuell noch ein Wassernapf in 5 Quadratmeter auf frostigem Boden und Schlamm reichen wohl aus, nicht weiter vorzugehen. Nachdem ihr körperlicher Zustand sich verschlechterte und sie in geistig wechselhaftem Zustand lebte, wurden die tierquälerischen Zustände noch extremer: benachbarte Tierfreunde hörten davon, dass etliche Katzen in Käfigen in Zimmern gehalten wurden und schritten ein. Zwei unabhängige Tierarztpraxen dokumentierten für uns den Gesundheitszustand der meisten Katzen als lebensbedrohlich: Katzenschnupfen, chronische Zahn- und Maulentzündungen, starker Parasitenbefall, Unterernährung als Folgen der Erkrankungen, kaum Muskulatur als Folge des Eingesperrtseins. Für einen alten Kater kam leider jede Hilfe zu spät – er konnte nur noch erlöst werden.

Anmerkung: Die Namen haben wir aus Datenschutzgründen teilweise abgekürzt.

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