Tierschutz aktuell

Hilferuf: Abriss ihrer heimatlichen Scheune

Diese drei Straßenkatzen verstehen die Welt nicht mehr und sind doch dankbar für Ruhe, Wärme und ihr tägliches Futter, dass sie bei der Pflegestelle des KatzenschutzVereins bekommen.

Durch den Abriss ihrer heimatlichen Scheune – wegen Hausverkauf des Eigentümers – sind diese nun betagten Miezen aus ihrer heimatlichen Umgebung vertrieben worden. Als letzte von ehemals zehn Katzen in der Scheune haben sie das raue Leben auf der Straße mit all´ seinen Gefahren überlebt und wurden nun vom Katzenschutzverein aufgenommen. Das kleine Katzenrudel sucht nun gemeinsam ein Zuhause mit Auslauf. Selbstverständlich gesund gepflegt und mit frischem tierärztlichen Check ….

BNN Bericht: Ein Katzenleben auf drei Beinen

Ein Katzenleben auf drei Beinen

Badische Neueste Nachrichten, Ausgabe Hardt,
18. August 2017, Fotocredit und Bericht © Natalie Nees

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Weitere Katzenvermehrung durch Eilaktion verhindert!

Einen dringenden Hilferuf erreichte im Juni den KatzenschutzVerein aus einem Ettlinger Ortsteil durch die Besitzer eines Grundstücks und der Bitte des Veterinäramtes: Auf 24 Fellnasen, war die Katzengruppe inzwischen angewachsen, die aus einigen herrenlosen Straßenkatzen hervorgegangen ist, die von den tierlieben Grundstücksbesitzern mit Futter und Schlafplätzen versorgt wurde.

Um weiteren Nachwuchs zu verhindern, hat der KatzenschutzVerein sofort gehandelt: Innerhalb einer Woche wurden sämtliche Katzen eingefangen, beim Tierarzt kastriert, gekennzeichnet, entwurmt und entfloht. Nach einer Erholungszeit, in der beobachtet werden konnte, ob sie fressen und alles gut überstanden haben, wurden die Katzen wieder in ihre Heimat zurückgebracht, wo sie auch künftig von den Tierfreunden dort gut versorgt werden.  Auch 6 Katzenwelpen wurden bei der Aktion gefunden. Sie werden nun auf einer Pflegestelle aufgepäppelt und an neues Zuhause vermittelt.

Für den KSV war diese Kastrations-Aktion in jeder Hinsicht eine große Herausforderung. Es galt  viele Fahrten zu bewältigen (Benzinkosten), die Tierarztkosten sind für so viele Tiere nicht unerheblich, von dem Zeitaufwand wollen wir gar nicht sprechen… – man muss bedenken, dass alle Aktiven des KatzenschutzVereins dies ehrenamtlich leisten neben Beruf und Familie. Herzlichen DANK an alle Helfer!

Umso dankbarer sind wir, dass die Stadt Ettlingen ein Teil der Kosten übernimmt. Dafür ein großes DANKESCHÖN!

BNN-Pressebericht: Auszeichnung für den KatzenschutzVerein

Preisgeld mildert Kürzung

preis-mildert-kuerzung-bnn-kleinBadische Neueste Nachrichten, Ausgabe Karlsruhe, 15. Dezember 2016

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Pressebericht BNN: „Das Elend hört leider nicht auf“

Das Elend hört leider nicht auf

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Badische Neueste Nachrichten, Ausgabe Hardt, 27. September 2016

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Einfangaktion: 15 auf einen Streich!

Ein Hilferuf aus Ötigheim ereilte uns vorletzte Woche…

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Auf einem landwirtschaftlichen Hof lebt eine Gruppe Katzen die zum Teil sehr scheu sind. Die Anwohner versorgen sie liebevoll. Doch die Urmutter-Katze brachte zweimal im Jahr ihre Jungen und verschwand danach wieder.
So vergrößerte sich die Katzenpopulation immer weiter. Da die Anwohner die scheuen Katzen nicht einfangen konnten, baten sie uns um Hilfe.

Bei unserer Einfangaktion konnten wir 15 Katzen inklusive Urmutterkatze einfangen.

Nach 3 Tagen Erholung konnten wir dann alle in ihre gewohnte Umgebung zurückbringen.

Für Einfangaktionen wie diese benötigen wir Fallen und Transportboxen. Außerdem belasten die Tierarztkosten für die Kastration und Kennzeichnung sowie medizinische Versorgung uns finanziell.

Wenn Sie uns unterstützen möchten Spenden Sie unter dem Stichwort „Einfangaktionen“.
Für die Überweisung im SEPA-Verfahren:
IBAN-NR.: DE 61 66050101 0022880207
BIC: KARSDE66

Amtlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten am Jahresende eine Spendenquittung, wenn Sie Name und Adresse vollständig auf dem Überweisungsträger vermerkt haben.

Pressebericht BNN: „Karlsruhe verpflichtet Katzenhalter vorerst nicht zur Kastration von Tieren mit Freigang“

„Wildlingselend hält sich in Grenzen“

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Badische Neueste Nachrichten, Ausgabe Karlsruhe, 20. November 2015

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Endgültig! KEINE KASTRATIONSVERORDNUNG FÜR KARLSRUHE!!

Jahrelang geht unser Kampf bereits um die Kastrations-und Kennzeichnungsverordnung hier in Karlsruhe. Verloren!!!
Hunderte Gemeinden in Deutschland haben sie bereits, ganze Länder wie Österreich auch. Der erste Weg über die Polizeiverordnung ging bis zum Verwaltungsgericht. Knapp aber verloren haben wir vor Gericht. Damals sollte eine gesetzliche Grundlage her damit eine Verordnung möglich wird.

Dann kam eine Änderung im Tierschutzgesetz, welche den Weg öffnen könnte. Eine neue Hoffnung!

Abb.1: Tiga, mind. 16 Jahre alt. Eine von weit über 100 Katzen die in diesem Revier kastriert wurden. Mindestens 5. Generation im Freien geboren, verwildert. Hier leben viele alte Katzen. Wie man sieht sieht Tiga gut aus, auch heute noch. Nur via Wildkamera zu sehen.

Zwei Bedingungen müssen sein um eine Verordnung in Karlsruhe über das Tierschutzgesetz einzuführen. Hierzu wurden Gutachten in unseren Bereichen mit unseren Strassenkatzen durchgeführt. Ergebnis: unsere Strassenkatzen sind (selbstverständlich) kastriert, versorgt und in alten Revieren auch alt. Bedingung 1 für das Gesetz: die Katzen müssen in einem katastrophalen Zustand sein, sich wild vermehrend, sterbend sein.
Die Bestandstiere sehen natürlich nicht so aus, schließlich wird in Karlsruhe seit 30 (!) Jahren intensiv kastriert, unsere Pia Stumpf hat dafür den Landestierschutzpreis erhalten.

Zweiter Versuch: wir haben eine Vortrag vor dem Veterinäramt gehalten. Es ging über einen Bestand in einem sehr großen Gebiet und wie es aussehen würde wenn wir nicht gewesen wären. 2000-2014. Aber realistisch! Mit Literaturzitaten, wissenschaftlichen Hochrechnungen inklusive Abwanderungsraten… 5000 Katzen wären jetzt dort und in weiteren Gebieten, 6000 in dieser Zeit im Elend gestorben!

Aber jetzt kommt der Haken: Der Bestand muss nicht nur schlimm aussehen wie oben erwähnt. Selbst wenn sich ein neues Revier eröffnet bei dem die Tiere so schlimm aussehen… der Verein hat für Karlsruhe bewiesen, dass wir mit Kastrationen ganze Populationen in den Griff bekommen und zwar nachhaltig und tiergerecht. Das Gesetz sagt: wenn andere Maßnahmen nicht greifen, dann wäre es möglich eine Verordnung durchzusetzen.

Fazit: unsere jahrzehntelange Arbeit verhindert, dass wir über diesen Weg je eine Kastraverordnung über das aktuelle Tierschutzgesetz bekommen. Zuckerbrot und Peitsche. Ein Lob und die größte Enttäuschung für unsere Arbeit. Wir müssen weiter das Leid bekämpfen statt an der Wurzel das Leid verhindern zu können.

Frust, Enttäuschung, Tränen.

Luft holen, wir geben nicht auf… Wir werden weiterhin für unseren Strassies da sein, bei Wind und Wetter!

Gegen Wind und Nässe – unsere Schutzhütten retten Tierleben!

Unzählige verwilderte – sehr scheue – Katzen auf Industriegeländen möchten auch diesen Winter wieder ein Dach über dem Kopf haben. Nässe und Kälte haben den Schutzhütten unserer Straßenkatzen so zugesetzt, dass wir für diesen Winter wieder viele ersetzen müssen. Für 65,- € können wir wieder eine wärmende und schützende Behausung kaufen. Wir statten diese dann noch mit Styropor aus und streichen sie wetterfest, damit sie mindestens zwei Winter hält.

Stichwort: „Schutzhütten“
Spendenkonto: 22 880 207
BLZ: 660 501 01
Sparkasse Karlsruhe Für die Überweisung im SEPA-Verfahren:
IBAN-NR. DE 61 66050101 0022880207
BIC: KARSDE66

Amtlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten am Jahresende eine Spendenquittung, wenn Sie Name und Adresse vollständig auf dem Überweisungsträger vermerkt haben.

Wir freuen uns über jede Spende! Unsere Straßenkatzen danken mit zufriedenem Schnurren.

Nicht nur in Form von Geld – sondern auch mit Tatkraft können Sie den KatzenschutzVerein jederzeit unterstützen –> Mithilfe

Straßenarbeit im Winter

Kampf gegen verhungern, verdursten und erfrieren

Was viele nicht wissen: Unsere geliebten Stubentiger stammen von der afrikanischen Katze ab und wurden im Laufe vieler Jahrzehnte domestiziert. Dies bedeutet, dass sie sich aufgrund ihrer Domestizierung genetisch verändert haben und nicht in der Lage sind, sich ausschließlich selbst zu ernähren – vor allen Dingen im Winter! Ohne die Unterstützung durch den Menschen droht einer jeden ausgesetzten Katze bei winterlichen Verhältnissen der sichere und grausame Tod.

Der Kampf ums Überleben besitzloser, wild lebender Tiere ist hart, der Kraftaufwand hoch – dieser Katzenschutz hat nichts mit idyllischer Streichelarbeit zu tun und schon gar nichts mit „Romantik“.

Abb.1 : Scheue Katzen kommen erst tief in der Nacht im Verborgenen.
Wasser und Futter wären normalerweise längst eingefroren

Kampf gegen den Hunger: Tiefe Minusgrade und die Katzen so scheu, dass sie sich erst Stunden später in tiefster Nacht ans Futter trauen (s. Abb.1). Der Aufwand, dass das Futter nicht einfriert, ist hoch. In schwer zugänglichen, oftmals für unserer Helfer gefährlichen Gebieten wird mit teuren Warmhalteboxen das Überleben gesichert. Die Schutzhäuser sind mit Styropor ausgekleidet. In großen Industriegebieten bedeutet die Versorgung von ca. 50 dort lebenden Katzen mind. 3 Stunden Arbeit täglich. Es müssen literweise Wasser gekocht, die Futterbehälter mit hochwertigem Trockenfutter gefüllt und ausgewaschen werden. – Neben Beruf und Familie führt dies alles an die Grenzen der Belastbarkeit: Hände fieren ein, Sturmwinde lassen alle Glieder erfrieren, die Dunkelheit kommt früh…Wie müssen sich da erst unsere Schützlinge fühlen?

Kampf gegen den Durst: Kaum zu glauben, aber der Durst im Winter ist unser Hauptfeind! Es bedarf dringend trinkbaren Wassers! Oftmals gibt es keinen Zugang zu Wasser – Pfützen und Rinnsale frieren im Winter schnell ein (oder trocknen im Sommer aus). In selbst gebastelten Wärmehaltegefäßen wird täglich literweise heißes Wasser mitgebracht. Nicht selten hat sich ein Katzenschutzhelfer statt eines „schicken“ PKW mittlerweile einen Kombi zum Transport der vielen notwendigen Utensilien angeschafft.

Kampf gegen die Kälte: Diese Wild lebenden Katzen benötigen dringend warme Schlafmöglichkeiten um nicht zu erfrieren. Nur selten sind Scheunen oder Hallen für Katzen zugänglich. Deshalb stellen wir selbst hergestellte, isolierte Schlafhäuser auf. Dies bedeutet natürlich viel Arbeit. Die Plätze hierfür müssen oftmals erst zugänglich gemacht werden. Schutzhäuser – rettende Zufluchtsstelle: Jedes Jahr werden die Schlafhäuschen ausgeputzt und neu gefüllt um Flöhen, Milben und sonstigen Ungeziefer keine Chance zu geben. Die Helfer sammeln hierzu das ganze Jahr über Kistenweise alte Kissenbezüge, die mit wärmenden Materialien (weiche Papierspäne oder Styroporkugeln) gefüllt werden. Unsere Schutzhäuser werden von fleißigen handwerklich begabten Helfern in mühevoller Handarbeit gebaut (–> unsere alljährlich stattfindende  „Hütten-Gaudi“). Ein Schutzanstrich sorgt dafür, dass die Verwendung dieser Häuser über Jahre gesichert ist. – Da man nicht einfach Holzhäuser in die Landschaft stellen darf, bedarf es hierfür der Genehmigung des Grundstückbesitzers, was sich oftmals als äußerst schwierig erweist.

Danke an alle, die uns diese Genehmigung auf ihrem Gelände erteilt haben!

Jedes Häuschen, das durch aggressive Ignoranz und Vandalismus zerstört wird, bedeutet für uns Tierschützer viele Stunden Mehrarbeit. – Den ganzen Prozess haben wir in wenigen Bildern dokumentiert.

Schutzhäuser errichten – ein logistisches System / Vergrößern